Döberitzer Heide

Wanderung | Zum Aussichtsturm in der Döberitzer Heide

Die Döberitzer Heide ist eine Naturlandschaft und liegt westlich von Berlin bzw. nördlich von Potsdam. Wie bei so vielen Heidelandschaften befand sich hier früher ein Truppenübungsplatz. Auch heute liegt im süd-östliche Teil der Döberitzer Heide noch ein Standortübungsplatz der Bundeswehr. Durch die militärische Nutzung entstand die typische Landschaft mit Sandflächen, Trockenrasen und Heiden.

 Die Naturlandschaft ist in zwei Teile unterteilt, die innere Wildniskernzone und die äußere Naturerlebnis-Ringzone.

Döberitzer Heide Karte Plan

Die innere Wildniskernzone ist eingezäunt und darf nicht betreten werden. Hier wurden Przewalski-Pferde, Wisente und Rothirsche angesiedelt. Durch die Naturerlebnis-Ringzone führen verschiedene Wanderwege, z.B. kann die Wildniskernzone auf einer knapp 24 km langen Wanderung umrundet werden.

Packliste
  • Snacks / Vesper (keine Einkehrmöglichkeit während der Wanderung)
  • Trinkflasche
  • Powerbank
  • Regenzeug (zum immer dabeihaben, falls man von einem Schauer überrascht wird)

Es ist Ende August, die Heide blüht, und nachdem wir letzten Jahr der Heidelandschaft im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa einen Besuch abgestattet haben, wollen wir dieses Jahr die Döberitzer Heide erkunden. Da das Wetter nicht ganz so mitspielt, ist uns der knapp 24 km lange Rundweg um die Wildniskernzone zu lang. Wir versuchen uns einen alternativen, etwas kürzeren Rundweg zusammenzustellen. Das gelingt uns aber nicht, denn da man die Wildniskernzone nicht betreten darf, kann man im Prinzip nur drum herumlaufen. Wir entscheiden uns daher, vom Parkplatz in Krampnitz bis zum Aussichtsturm zu laufen und denselben Weg wieder zurück zu gehen. Diese Wanderung ist knapp 10 km lang.

Vom Parkplatz aus folgen wir einem zuerst noch gepflasterten Weg. Hier läuft man noch durch Wald. Erst nach und nach lichtet sich die Vegetation etwas und die Landschaft wird offener.

Döberitzer Heide

Döberitzer Heide

Nach etwas mehr als 3 km treffen wir auf den Wanderweg, der um die Wildniskernzone herum führt. Der hohe Zaun, der die Wildniskernzone eingrenzt, ist leider kein sehr schöner Anblick. Man fragt sich, ob hier die Menschen draußen oder die Tiere drinnen gehalten werden sollen. Wir halten uns rechts und folgen dem Weg am Zaun entlang. Die Vegetation wird wieder dichter, bisher aber leider keine Spur von blühender Heide.

Döberitzer Heide

Döberitzer Heide

Döberitzer Heide

Wir laufen am Zaun entlang Richtung Aussichtsturm und halten Ausschau nach den Wisenten, Rothirschen und Pferden, die in der Kernzone angesiedelt wurden. Leider ist kein Tier zu sehen, zumindest Wisente und Rothirsche sind aber auch sehr scheu.

Nach weiteren 2 km kommen wir am Aussichtsturm an. Von blühender Heide immer noch keine Spur. Wir hoffen, vom Aussichtsturm aus, die blühende Heide zu entdecken, aber wir werden leider enttäuscht. Trotzdem bietet sich ein schöner Ausblick über die Landschaft.

Döberitzer Heide

Döberitzer Heide

Döberitzer Heide

Wir entschließen uns, noch nicht zurück zu gehen, sondern dem Weg noch etwas weiter zu folgen. Irgendwo muss die blühende Heide doch sein. Und tatsächlich tauchen am Wegesrand vereinzelt blühende Heide-Büsche auf. Das war es dann aber auch schon wieder.

Döberitzer Heide

Döberitzer Heide

Wir laufen noch etwas weiter und zu unserer Überraschung steht plötzlich eines der Przewalski-Pferde friedlich grasend direkt hinter dem Zaun. Es lässt sich von uns überhaupt nicht beeindrucken.

Döberitzer Heide Przewalski-Pferde

Nach diesem Erlebnis treten wir nun den Rückweg an und laufen dieselbe Strecke zurück zum Parkplatz.

Döberitzer Heide

Döberitzer Heide

Insgesamt waren wir von der Wanderung etwas enttäuscht. Wir hatten eine blühende Heidelandschaft wie im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa erwartet. Vielleicht haben wir uns von dem Namen Döberitzer Heide in die Irre führen lassen. Oder wir waren einfach im falschen Teil der Naturlandschaft unterwegs. Dass die Wildniskernzone eingezäunt ist, mag seine Gründe haben. Trotzdem ist es nicht so schön, an einem Zaun entlang zu laufen. Wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung an diese Wanderung herangeht, lohnt es sich bestimmt, diese Tour mal zu machen. Die Landschaft ist schön, wenn auch nicht sonderlich abwechslungsreich. In der Nähe kann man z.B. auch eine Wanderung durch den Königswald und zum Schloss Sacrow machen, die uns etwas besser gefallen hat.

Unterkünfte / Hotels

In der Döberitzer Heide selbst gibt es natürlich keine Unterkünfte, in den angrenzenden Dörfern gibt es aber ein paar Möglichkeiten. Direkt an der Döberitzer Heide liegt das Hotel Sperlingshof in Dallgow. Wer eine ausgefallene Unterkunft sucht, sollte sich das Tiny House Preußen in Wustermark oder das Schloss Kartzow anschauen.

Anreise Öffis

Die vorgestellte Wanderung ist leider nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Norden der Döberitzer Heide lässt sich aber über die Bahnhöfe Priort, Elstal und Dallgow-Döberitz erkunden.

Parken

Die hier vorgestellte Wanderung startet am Parkplatz in Krampnitz, bei google maps heißt er Parkplatz Döberitzer Heide. Ein weiterer Prakplatz mit gutem Zugang befindet sich bei Karls Erlebnis Dorf in Elstal.

Essen und Trinken

In der Döberitzer Heide gibt es keine Einkehrmöglichkeit, bei einer längeren Wanderung also am besten eine Vesper mitnehmen.

Varianten

Wenn man mit dem Zug anreist, kann man z.B. auch eine ca. 10 km lange Streckentour vom Bahnhof Priort zum Bahnhof Dallgow-Döberlitz machen. Oder man nimmt den 24 km langen Rundweg in Angriff, der einmal um die Wildniskernzone herum führt. Groß verlaufen kann man sich hier nicht. Einfach einen der Wege in die Naturlandschaft hinein nehmen, Richtung aussuchen und dann immer am Zaun entlang (siehe Karte oben).

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