Nationalpark Unteres Odertal

Radtour | Durch den Nationalpark Unteres Odertal

Im Nationalpark Unteres Odertal befindet sich die einzige intakte Polderlandschaft Deutschlands. Es gibt zwei Deiche, die äußeren Winterdeiche und die Sommerdeiche entlang der Oder. Im Winter und Frühjahr werden die Sommerdeiche geöffnet, die Polderwiesen werden geflutet. Im April werden die Deiche wieder geschlossen und das Restwasser wird abgepumpt. So entsteht eine Auenlandschaft mit einzigartiger Flora und Fauna. Die überschwemmten Wiesen werden von Zugvögeln zur Rast genutzt und auch Biber fühlen sich in der Auenlandschaft sehr wohl. Im Sommer und Herbst können Wanderer und Radfahrer die Auenlandschaft auf Rundwegen durchstreifen. Hier möchte ich euch nun eine 34 km lange Radtour durch die Auenlandschaft des Nationalparks Unteres Odertal mit Start in Schwedt vorstellen.

Packliste
  • Luftpumpe / Flickzeug
  • Handy-Halterung für’s Fahrrad zur Navigation
  • Powerbank
  • Fahrradtasche
  • Regenzeug (zum immer dabeihaben, falls man von einem Schauer überrascht wird)

Die Tour startet am Bahnhof in Schwedt und schon nach wenigen Metern ist die Oder erreicht. Nachdem man Schwedt hinter sich gelassen hat, führt der Oder-Neiße Radweg auf dem Winterdeich entlang der Auenlandschaft. Da man auf dem Deich fährt, hat man natürlich eine perfekte Aussicht über die Auenlandschaft des Nationalparks Unteres Odertal.

Nationalpark Unteres Odertal

Nationalpark Unteres Odertal

Man kann nun im Prinzip die Radtour individuell variieren, da Hin- und Rückweg auf dem Oder-Neiße-Radweg erfolgen und somit identisch sind. Immer wieder zweigen Wege vom Radweg ab und führen in die Auenlandschaft. Bei den Wegen handelt es sich hauptsächlich um Plattenwege oder auch um ein paar Feldwege. Für die Plattenwege empfiehlt sich ein Trekkingrad mit guter Federung, ansonsten wird man etwas durchgeschüttelt. Die Feldwege können je nach Wasserstand und Wetter schlammig sein. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, einfach mal abzubiegen und ein paar Meter in die Auenlandschaft des Nationalparks Unteres Odertal hineinzufahren. Oder das Fahrrad einfach am Radweg stehen zu lassen und zu Fuß die Auenlandschaft zu erkunden. Das geht natürlich nur, wenn die Wege nicht unter Wasser stehen. Im April z.B. gab es ab und an noch kleine Pfützen, die man aber gut durchqueren konnte. Also einfach vor Ort schauen, wie weit man kommt.

Nationalpark Unteres Odertal

Nationalpark Unteres Odertal

Nationalpark Unteres Odertal

Die hier vorgestellte Tour kann noch mit einem kleinen Abenteuer aufwarten! Bei Teerofenbrücke geht es rechts ab in die Auenlandschaft. Auf Plattenwegen fährt man dann vor zur Oder und auf einer Runde zurück nach Teerofenbrücke. Auf diesem Weg muss man eine Furt durchqueren. Der Wasserstand hängt natürlich auch wieder stark von Jahreszeit und Wetter ab. Wir konnten Ende April mit dem Fahrrad durchfahren. Je nach Wasserstand empfiehlt es sich auf jeden Fall die Schuhe auszuziehen und man muss damit rechnen ein paar Spritzer abzubekommen. Wenn der Boden nicht mehr zu sehen ist, am besten zu Fuß durchwaten, bevor man mit dem Fahrrad durchfährt.

Furt Nationalpark Unteres Odertal

Nationalpark Unteres Odertal

Übernachten

In Schwedt gibt es ein paar Hotels und Ferienwohnungen. Günstig übernachten kann man im Wassertouristischem Zentrum. Selbstversorger und Familien sollten sich die Apartments „Am Nationalpark“ etwas südlich von Schwedt anschauen

Öffis

Mit dem RE bis Bahnhof Schwedt.

Parken

Bei den Uckermärkischen Bühnen Schwedt gibt es einen großen, kostenlosen Parkplatz.

Essen und Trinken

Währen der Tour gibt es keine Einkehr- oder Einkaufsmöglichkeit. Am Oder-Neiße-Radwege finden sich aber immer wieder Picknick-Tische. Also am besten einfach etwas zu Essen mitnehmen und beim Essen die Aussicht auf die Auenlandschaft genießen. In Schwedt serviert das Restaurant 1330 deutsche Küche, selbst gebrautes Bier und leckeres Essen gibt’s im BrauWerk.

Varianten

Da Hin- und Rückweg identisch sind, lässt sich die Radtour individuell variieren.

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